Wohin die Reise auch führt ...
Tag 11 bis 13: Geschichte und Gegenwart in Sarajevo
Tag 9 und 10: Naturpark Tara mit Schwarzwald Vibes 🏞️
Heute ist der letzte Abend in Serbien und nach drei erholsamen Tagen und Nächten schreibe ich auch hier wieder eine kleine Zusammenfassung meiner Erlebnisse.
An erster Stelle möchte ich nochmal betonen, dass dieser Nationalpark wirklich sehr abgelegen ist. Die nächste Kleinstadt ist Bajina Bašta (Бајина Башта) mit etwas über 9000 Einwohnern. Hier gibt es noch wenige kleinere Geschäfte und einen Geldautomaten, aber dann kommt die nächsten 45 Autofahrt nichts mehr. Die nächste größere Stadt ist Valjevo (Ваљево) mit knapp 60 000 Einwohnern, aber die Fahrt dorthin beträgt bereits 2 h, größtenteils serpentinenartig über den nächsten Bergkamm. Ich habe mich deshalb bei einer Fahrt ins Tal noch mal ausreichend mit Lebensmitteln und Bargeld eingedeckt.
Tag 7 und 8: Eindrucksvolles Belgrad, Fahrt nach Tara
Belgrad
Schon ist die Zeit in Belgrad wieder vorbei und ich möchte wieder Bilanz ziehen. Während der Stopp in Serbien ganz am Anfang eher als ein notwendiger Zwischenstopp zwischen Budapest und Bosnien-Herzegowina geplant war, hat es sich nun zu einem lohnenswerten Ziel entwickelt. Gerade auch die Community, die ich im Hostel erlebte, wird mir noch länger in Erinnerung bleiben und hat Belgrad schon jetzt zu einem einmaligen Erlebnis.
Tag 5 und 6: Belgrad als Stadt mit langer Geschichte
Gestern habe ich Ungarn in südlicher Richtung verlassen, um mit Belgrad die nächste Hauptstadt auf meiner Reise anzusteuern. Heute zu Serbien gehörend, war sie viele Jahre Zentrum Jugoslawiens. Von Budapest aus kommend, fällt auf, dass bereits kurz hinter der Stadt das Land nur noch sehr dünn besiedelt ist. Die Autobahn wird links und rechts hauptsächlich von riesigen Wiesenflächen und Wäldern umsäumt.
Beim Verlassen Ungarns gibt es auch eine Grenzkontrolle, bei der die Grenzbeamten auch (eher oberflächlich) in jeden Kofferraum blicken möchten. Mein Reisepass bekam hier seinen ersten Stempel 😃 Andererseits habe ich mir scheinbar zu viele Gedanken um die richtige Kennzeichnung meines Autos gemacht. Laut verschiedenen Quellen im Internet benötige man (auch mit EU-Kennzeichen) außerhalb der EU einen D-Aufkleber – mit der Schweiz gibt es ein Sonderabkommen, sodass man diesen hier nicht braucht. Einen solchen Aufkleber habe ich nach langer Suche beim ADAC gefunden, aber die Grenze passierten auch viele Fahrzeuge ohne den Aufkleber erfolgreich 🙂
Tag 4: Auf Spuren des ungarischen Nationalbewusstseins
Ungarisches Nationalmuseum
Heute ist bereits der letzte Tag in Budapest, den ich schwerpunktmäßig der nationalen Identität Ungarns widmen wollte. Natürlich ist es schwer, dies alles in einem Tag abzuhandeln und ich bin sicherlich kein Geschichtslehrer, aber das ungarische Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum) verspricht, einen ersten Eindruck zu geben.
Bereits gestern war ich von dem prachtvollen Gebäude überwältigt, heute kaufte ich mir eine Eintrittskarte für die gesamte Ausstellung. Das Museum schildert die Geschichte Ungarns angefangen von Siedlungen in der Bronzezeit bis hin zur Gegenwart. Zu jeder Epoche gibt es eine Vielzahl an Exponaten und insbesondere die Zeit zwischen der Staatsgründung im Jahr 1000 und der Unabhängigkeit von 1990 wird in feinen zeitlichen Abschnitten auf 20 Räume aufgeteilt. Auf diese Weise kann man beispielsweise die Einflüsse des Osmanischen Reiches und der Habsburger in der Veränderung von Details bei Gewändern, Waffen oder Einrichtungsgegenständen vergleichen. Diese strikte chronologische Sortierung ist vorteilhaft, um einen Gesamtüberblick zu erhalten, aber sie macht es für den Laien schwer, konkrete Unterschiede auszumachen.






